Im Jahr 2005 wurde das Netzwerk von Suchtbeauftragten der Oberfinanzdirektion Rheinland-Pfalz und der Stadtverwaltung Koblenz gegründet, um sich gemeinsam gesundheitsrelevanten Themen zu widmen und auf sie aufmerksam zu machen. Mittlerweile sind rund 30 öffentliche Verwaltungen aus Bund, Land und Kommune, sowie die Handwerkskammer und Industrie- und Handwerkskammer Koblenz beteiligt. Die IKK Südwest unterstützt als Kooperationspartner.
Lag der Fokus der Zusammenarbeit zu Beginn auf Abhängigkeitserkrankungen am Arbeitsplatz, steht seit 2007 das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) in öffentlichen Verwaltungen im Zentrum der Aktivitäten. Themen wie Motivation, Konfliktkultur, Umgang mit Mobbing, Rückengesundheit, Aufklärung über psychische Erkrankungen, demografischer Wandel, Fachkräftemangel, gesunde Führung und viele mehr setzen sich die Mitglieder alljährlich auf die Agenda. Ziel ist es, sich durch externe oder eigene Beiträge über die Themen zu informieren und sich über Vorgehensweisen und Erfahrungen auszutauschen. Das schafft Synergien und Weitblick für die Schaffung gesunder und attraktiver Arbeitsbedingungen.
Unser Netzwerk zeigt, wie die Gesundheit der Beschäftigten im öffentlichen Dienst aktiv gefördert werden kann – und das Hand in Hand in wertvoller Zusammenarbeit. Damit ist es auch ein Vorbild für andere Regionen.
"Wir freuen uns im Jubiläumsjahr 2025 das Behördennetzwerk als Sprecherteam unterstützen zu dürfen.
Für die Implementierung eines BGM in Hinblick auf das Thema Gesundheitsförderung sind wir bei einer Internetrecherche auf das lokale Netzwerk aufmerksam geworden. Die Idee, sich vor Ort zu vernetzen, vom Austausch und „Schwarmwissen“ der Beteiligten zu profitieren, aber auch selbst mitgestalten und zum Netzwerk beitragen zu können, hat uns direkt überzeugt.
Das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz hat sich im Jahr 2022 dem Behördennetzwerk angeschlossen. Trotz der „jungen“ Mitgliedschaft haben wir uns in 2024 entschieden Teil des Sprecherteams zu werden – der Mehrwert durch wichtige Impulse von und für die Behörden in der Region Koblenz sollte weitergeführt werden.
Wir konnten angeregte Netzwerktreffen begleiten und mitgestalten. Dabei ist das gemeinsame Qi-Gong auf dem Festungsgelände im Rahmen des Gesundheitstages der Generaldirektion Kulturelles Erbe besonders in Erinnerung geblieben.
Für das nächste Jahr sind interessante Themen in der Planung. Gerne möchten wir dabei die Teilnehmendenzahlen an den Treffen steigern und inaktive Mitglieder wieder aktivieren.
Die zentralen Herausforderungen im BGM, wie Budgetierung und Aktivierung von Führungskräften sowie Mitarbeitenden, werden dabei auch in Zukunft das Netzwerk beschäftigen."
Isabel Scharbach-Eich, Landesbibliothekszentrum, Sprecherin des Netzwerks
"Ich bin seit etwa 5 Jahren dabei, durch eine interne Änderung noch intensiver die beiden letzten Jahre.
Es ist immer wieder erfrischend von den Erfahrungen der Kolleg*innen zu hören und zu lernen! Der gegenseitige Austausch ist einfach für alle hilfreich und erleichternd, es muss ja nicht immer jeder das Rad neu erfinden.
Wir treffen uns in aller Regel 3 x im Jahr mit unterschiedlich wechselndem Programm; das ist sehr passend und angenehm.
Und letztlich – macht es einfach Spaß in der Runde gemeinsam Dinge voranzutreiben, die letztlich allen Kollegen*innen einfach nur gut tun.
Gerne weiter so, die Stimmung ist gut und sehr kollegial – und ich kann nur jeden Interessierten ermuntern, sich uns gerne anzuschließen!"
Christoph Orthen, Verwaltungsleiter LBB, Niederlassung Koblenz
"Ein gutes Netzwerk ist für Akteure des betrieblichen/behördlichen Gesundheitsmanagements ein nicht zu überschätzender Erfolgsfaktor für das Erreichen der eigenen Ziele. Der Blick über den Tellerrand der eigenen Organisation hilft dabei, Ressourcen zu bündeln, Synergien zu schaffen, unnötige Fehler zu vermeiden, mögliche Wege zur Überwindung von Herausforderungen kennenzulernen oder mit ganz neuen Impulsen die eigenen Arbeit zu bereichern. Für dies alles und mehr bietet das Behördennetzwerk Gesundheitsmanagement in der Region Koblenz einen geeigneten Rahmen. Sein vieljähriges Bestehen steht selbstredend für dessen Erfolg.
In meinen persönlichen Teilnahmen an den Netzwerktreffen erlebe ich in stets besonders gastfreundlicher Atmosphäre den Austausch mit aufgeschlossenen, interessanten & interessierten Menschen, denen die Förderung der Gesundheit Ihrer Kolleg*innen ein großes Anliegen ist. Dafür bin ich dankbar. Umso mehr freut es mich, stellvertretend für die gesamte IKK Südwest, dass wir nach unserem Gesetzesauftrag organisations-übergreifende BGM-Netzwerke zu unterstützen zu dieser gelingenden Netzwerkarbeit einen Beitrag leisten können.
Ich wünsche mir für das Netzwerk, dass es auch in den nächsten Jahren einen klaren Kompass für das eigene Wirken entwickelt, an dem es sich in seinem Tun orientieren kann, um die Netzwerkarbeit an sich und den Mehrwert für die einzelnen Mitglieder stringent weiterzuentwickeln."
Axel Clever, Projektleiter Gesundheitsförderung, IKK Südwest
„Unsere BGM-Netzwerktreffen setzen regelmäßig neue Impulse: Jedes Treffen beleuchtet unterschiedliche Themen aus der Praxis und bringt frische Perspektiven ins Spiel. Der offene Wissensaustausch inspiriert zu frischen Ideen, fördert gemeinsame Lösungen und macht wirksame Gesundheitsangebote greifbar. Für die Handwerkskammer Koblenz bedeutet das, voneinander zu lernen, den Blick zu erweitern und die Gesundheitspraxis nachhaltig zu stärken. Wir freuen uns auf den kontinuierlichen Austausch mit neuen Themen, inspirierenden Beiträgen und gemeinsamem Fortschritt.“
Kimberley Söller, Koordinatorin für Arbeitssicherheit und Gesundheit, HwK Koblenz
"Ich bin für die GDKE seit 2016 Mitglied im Behördennetzwerk und wie bei vielen anderen wahrscheinlich auch, muss ich mir die Zeit für die Teilnahme an den Treffen oft schmerzlich vom Zeitkontingent für die vielen dringenden dienstlichen Aufgaben abringen. Jedoch hat es sich immer gelohnt!
Im Behördennetzwerk treffen sich motivierte und engagierte Menschen, die die Gesunderhaltung ihrer Mitarbeiter/innen und Kolleg/innen sehr wichtig nehmen. Der Austausch ist immer befruchtend und die vielen verschiedenen Erfahrungen und Berufsbilder, die jeder mitbringt, bedeuten eine Vielzahl an Perspektiven, Ideen, pragmatischen und erfolgreichen Vorgehensweisen. Die Altersspanne der Teilnehmenden ist ebenfalls erwähnenswert und fördert einen lebendigen Blick über den Tellerrand.
Ich konnte oft Inspiration mitnehmen und mich aktiv beispielsweise bei der Durchführung von Gesundheitstagen (bei uns heißen sie Aktionstage) einbringen. Besonders hervorheben möchte ich die Professionalität der Durchführung der Treffen. Es steht stets die zielführende Erarbeitung von Ergebnissen im Vordergrund und das in angenehmer, konzentrierter und kollegialer Umgebung."
Anja Schuch, Stabstelle Personal, GDKE Koblenz
"Ich wurde Anfang 2015 gebeten, für unsere Außenstelle in Koblenz an den Netzwerktreffen teilzunehmen. Ich teile mit dem Netzwerk also das Jubiläumsjahr – allerdings in meinem Falle nur 10 Jahre. In dieser Zeit habe ich viele bereichernde Informationen zu interessanten Themen erhalten, die in der einen oder anderen Weise regelmäßig geeignet waren, die Umsetzung des betrieblichen Gesundheitsmanagements in der eigenen Behörde zu unterstützen.
Die Blitzlichtrunde zu Beginn jedes Treffens war immer ein lohnender Blick über den Tellerrand. In moderner und aktiver Form findet der Austausch heute als „Speed-Dating“ zu verschiedenen Gesundheitsthemen statt und die Erfahrung zeigt, dass hier in kurzer Zeit viele kreative Ideen entstehen.
Eine besondere Herausforderung für das Netzwerk ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. Nicht überraschend – die Corona-Zeit. Die vielen Beschränkungen erschwerten die Vorbereitungen für die geplante Großveranstaltung und machten die Realisierung am Ende unmöglich. Auch die Netzwerktreffen konnten nicht mehr in Präsenz durchgeführt werden, so dass eine andere Lösung gefunden werden musste … und wurde. So war die Lösung des Problems gleichzeitig auch der Start für ein Novum – die Organisation als Online-Treffen. Zunächst erst mit zögerlichem Zuspruch, gewöhnten sich die Teilnehmer mit der Zeit an das Format. Dennoch blieb der Eindruck, dass der webbasierte Austausch nicht so verbindend wirken kann wie persönliche Treffen.
Ein weiteres Novum ist unser „Bewegtes Treffen“, das auf Anregung eines Netzwerkmitglieds eingeführt wurde und seitdem mit sehr positiver Resonanz jährlich durchgeführt wird. In 2025 konnten die Teilnehmenden beispielsweise „Gesundheitswandern“ kennenlernen.
Im Rückblick gibt es kein Treffen, aus dem ich nicht etwas mitgenommen hätte. Alle Veranstaltungen waren geprägt von einem unterstützenden und konstruktiven Miteinander. Der Unfallkasse Rheinland-Pfalz danke ich für ihre stets professionelle Unterstützung und den Mitgliedern, die sich der Verantwortung in einer Funktion des Sprecherteams gestellt haben, danke ich für den erheblichen persönlichen Einsatz in der Organisation und Begleitung des Netzwerks. Für die Zukunft wünsche ich dem Netzwerk weiterhin viele interessierte Mitglieder, die sich engagiert und ideenreich in die Gestaltung und den Erhalt der Netzwerkarbeit einbringen."
Sabine Felsch, Rechnungshof Rheinland-Pfalz
Die Netzwerktreffen finden auf Einladung von Mitgliedern reihum in deren Räumlichkeiten statt. Wir danken für diesen wesentlichen Unterstützungsbeitrag, der die Treffen in Präsenz und damit den persönlichen Kontakt und Austausch erst ermöglicht.
Die Netzwerktreffen wurden in den vergangenen Jahren - zum Teil bereits mehrfach - unter anderem von folgenden Mitgliedern ausgerichtet:
Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr
Bundesanstalt für Gewässerkunde
Finanzamt Koblenz
Finanzamt Neuwied
Handwerkskammer Koblenz
Kreisverwaltung Neuwied
Kreisverwaltung Rhein-Lahn
Stadtverwaltung Koblenz
Stadtverwaltung Neuwied
Generaldirektion Kulturelles Erbe RLP
IKK Südwest Koblenz
Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz RLP
Landesamt für Finanzen
Landesamt für Steuern
Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation RLP
Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung
Landesbetrieb Mobilität RLP
Landesbibliothekszentrum Koblenz
Landesuntersuchungsamt RLP
Oberlandesgericht Koblenz
Verbandsgemeindeverwaltung Selters
Reger Austausch von Erfahrungswerten findet nicht nur in persönlichen Gesprächen bei den Treffen statt, Netzwerkmitglieder bringen ihr Know-How auch in Form von Vorträgen ein. Zusätzlich geben externe Referenten fachliche Impulse.
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl der präsentierten Themen.
Externer Input
Vorstellungen von Life Kinetik, Gesundheitswandern, Demenzparcours, Waldbaden
"Gesundheit als Erfolgstreiber – Wie gelebtes BGM Mitarbeitende motiviert und Burnout verhindert."
"Trauer am Arbeitsplatz – Einfühlsam begegnen, Handlungssicherheit gewinnen, Mitarbeitende stärken.
"Präventionsleistungen und Reha- Maßnahmen"
"Betriebliches Gesundheitsmanagement – Netzwerke in RLP"
"Rechtlicher Rahmen des Betrieblichen Eingliederungs-Managements"
„Changemanagement“
„Umgang mit psychischen Auffälligkeiten“
"Prävention im BEM – Wie kann der Firmenservice der DRV unterstützen?"
"Qualitätskriterien bei der Auswahl von Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung"
„Wie Gesundheit in Unternehmen behandelt wird“ (Studiendarstellung)
"Patientenverfügung / Vollmacht / Betreuung"
"Leistungen der Pflegestützpunkte"
Internes Know-How
„Fitness im Betrieb - Im Einsatz für mehr Bewegung“
„Mentale Gesundheit“
„Kommunikationsmodelle"
„Gefährdungsbeurteilung Psyche"
„Mobiles Arbeiten"
„BGM-Konzepte" (Entwicklung, Umsetzung, Gesundheitsbericht)
„Die Rolle der Führungskraft im BGM"
„Mitarbeiter- Vorgesetzten-Gespräch"
„Alternsgerechtes Arbeiten"
„Wertschätzende Kommunikation"
„Salute – Was die Seele stark macht“
„Aktuelle Themen aus der Arbeitssicherheit"
„Datenschutzgrundverordnung"
„BGM & junge Arbeitnehmer"
„Das Präventionsgesetz & Auswirkungen auf das BGM“
„Stress durch Arbeitsunterbrechungen“
„Pflege im Arbeitsalltag: Wo erhalte ich wann was?"
„BGM in einer mittelgroßen Behörde – Ein Konzept des betrieblichen Gesundheitsmanagements – 5 Handlungsfelder des BGM"
„Führungskräftefeedback bei der Finanzverwaltung RLP im Vergleich zur DRV RLP"
„Generation Y"